Kugelfisch

Der Kugelfisch ist nach seiner Eigenschaft benannt sich bei Gefahr oder Stress wie eine Kugel aufblasen zu können. Dabei pumpen sie Wasser in eine sackartige Erweiterung ihres Magen, wodurch sie zu einer Kugel werden. Diese Volumenänderung macht es Raubfischen fast unmöglich den Kugelfisch zu verschlucken, sie können sogar dadurch ersticken. Wird diese Stressreaktion von Tauchern mutwillig herbeigeführt, können Kugelfische dabei manchmal auch versehentlich Atemgas von Tauchern einsaugen, was dazu führt, dass sie Auftrieb bekommen und hilflos an der Oberfläche treiben. Dies endet meistens tödlich für das Tier. Selten werden sie von Raubfischen gefressen, es wurden jedoch schon Delfine beobachtet, die sich an diesen Tieren berauschen in dem sie vorsichtig auf ihnen herumkauen, wodurch der Kugelfisch kleine Dosen des starken Nervengiftes Tetrodotoxin abgibt. Für den Menschen ist dieses Gift tödlich, und es ist kein Gegenmittel bekannt; ironischerweise gilt Kugelfischfleisch in Japan jedoch als eine Delikatesse namens Fugu. Die Neugier der Menschen auf diese fragwürdige Delikatesse führt jedoch jedes Jahr zu Unfällen.

Weltweit gibt es mehr als 120 Arten von Kugelfischen. Die meisten sind in tropischen und subtropischen Regionen zu finden. Durch den Suez Kanal sind jedoch schon Arten in das Mittelmeer vorgedrungen. Sie sind scheue Tiere, die langsam schwimmen, aber unglaublich wendig sind. Sie meiden in der Regel Taucher und Schnorchler, können aber zum Beispiel an Putzerstationen oder bei Dämmerung/Nachtauchgängen gut beobachtet werden. Das Tauchen mit den niedlich aussehenden Fischen ist sehr angenehm, aber es ist unwahrscheinlich, dass man sie in ihrem “aufgeblasenen“ Zustand sieht. Sie sind für den Taucher nicht gefährlich, es sei denn, sie werden berührt. Die Fische können sich mit ihren scharfen Zähnen ausgezeichnet zur Wehr setzen. Klicke hier, um die besten Gebiete auf der ganzen Welt zu finden, in denen du mit diesen niedlichen, aber wehrhaften Fischen tauchen kannst.